Push-Marketing erklärt mit Definition, Kanälen und Rolle im Funnel
Mit Push-Marketing bringst du dein Angebot zu Menschen, die noch nicht danach suchen. Du bestimmst Botschaft, Zielgruppe und Zeitpunkt und gehst aktiv auf potenzielle Kunden zu. Auf dieser Seite erfährst du, was Push-Marketing ausmacht, welche Kanäle dazugehören, welche Rolle sie im Funnel spielen und wie du sie optimierst und reportest. Das Ziel ist, dass du entscheiden kannst, wann Push für dein Unternehmen die richtige Wahl ist.
- Menschen werden angesprochen, bevor sie aktiv suchen
- Typische Kanäle sind YouTube, Demand Gen, Meta, Display, E-Mail und Messen
- Im Funnel erzeugt Push Aufmerksamkeit und Nachfrage
- Gemessen wird an Reichweite, Interaktion und dem Beitrag zum Gesamtgeschäft
Was ist Push-Marketing?
Push-Marketing ist eine Strategie, bei der ein Unternehmen seine Botschaft aktiv an die Zielgruppe ausliefert. Der Kunde sucht noch nicht, du erscheinst aber in seinem Alltag, etwa als Video, als Anzeige im Feed oder als E-Mail. Die Kommunikation läuft vom Unternehmen zum Kunden. Fachleute nennen das auch Outbound-Marketing.
Das Gegenstück ist Pull-Marketing. Dort kommt der Kunde von sich aus, zum Beispiel über die Suche. Beide Ansätze ergänzen sich, und wie sie im Zusammenspiel funktionieren, beschreibt die Seite zu Full-Funnel-Marketing.
Push-Marketing liefert deine Botschaft aktiv an eine Zielgruppe aus, die noch nicht danach sucht. Es erzeugt Aufmerksamkeit und Nachfrage, die später über Pull-Kanäle zum Kauf führen kann.
Welche Kanäle gehören zum Push-Marketing?
Zum Push-Marketing zählen alle Kanäle, in denen du Menschen ansprichst, ohne dass sie vorher gesucht haben.
| Kanal | Stärke | Typischer Einsatz im Shop |
|---|---|---|
| YouTube und Demand Gen | Bewegtbild mit großer Reichweite und guter Zielgruppensteuerung | Produkte vorstellen, Marke bekannt machen, Interessenten aufbauen |
| Display-Werbung | Breite Reichweite im Netzwerk, geeignet für Wiederansprache | Besucher erinnern, Sortiment zeigen |
| Meta (Facebook und Instagram) | Genaue Zielgruppen und visuelle Formate | Neukunden erreichen, Angebote und Neuheiten zeigen |
| Social Media organisch | Nähe zur Community und Vertrauen | Einblicke, Anwendungen, Meinungen |
| E-Mail und Newsletter | Direkter Kontakt zu Menschen, die bereits Interesse zeigten | Neuheiten, Aktionen, Warenkorb-Erinnerung |
| Messen, Events, Out of Home | Starke Präsenz im realen Umfeld | Markenaufbau, regionale Reichweite |
Google fasst YouTube, Discover, Gmail und das Display-Netzwerk in Demand-Gen-Kampagnen zusammen. Laut Google wandern bestehende Display-Kampagnen in dieses Kampagnenformat. Ergänzend betreue ich Meta- und Microsoft-Kanäle, wie auf den Seiten Meta Ads und Microsoft Ads beschrieben. Die Gestaltung der Anzeigen liegt bei dir oder einem Kreativpartner, ich übernehme die Auswahl der Kanäle und die Steuerung.
Welche Rolle spielt Push-Marketing im Funnel?
Push-Marketing arbeitet überwiegend in der oberen Hälfte des Funnels. Es macht Menschen auf dein Angebot aufmerksam und weckt Interesse, bevor eine Suche stattfindet. Das hat zwei Effekte. Neue Zielgruppen lernen dich kennen, und die spätere Nachfrage in der Suche wächst, weil mehr Menschen deinen Namen und dein Produkt kennen.
Besonders wertvoll ist Push in diesen Situationen.
- Neue Produkte oder Märkte
Wo es noch kein Suchvolumen gibt, kann die Suche keine Nachfrage liefern. - Wachstum über die vorhandene Nachfrage hinaus
Wenn die Suche ausgereizt ist, braucht dein Shop neue Zielgruppen. - Saisonale Spitzen
Aktionen und Kollektionen brauchen Aufmerksamkeit vor dem Höhepunkt der Suche. - Hohe Wiederkaufsrate
Mit E-Mail und Wiederansprache holst du Bestandskunden gezielt zurück.
Wie Push und Pull im Gesamtbild zusammenspielen, beschreibt die Seite Full-Funnel-Marketing. Konkrete Konstellationen findest du im Ratgeber Cross-Channel im Onlineshop.
Wie optimierst du Push-Marketing im Funnel?
Push-Kampagnen optimierst du anders als Suchkampagnen. Eine Suchanfrage, die Absicht verrät, fehlt hier. Du steuerst deshalb über Zielgruppe, Botschaft und Kreativ-Qualität.
- Zielgruppe schärfen
Je klarer du die Menschen beschreibst, die dein Produkt brauchen, desto weniger Reichweite verpufft. Ein guter Einstieg ist der Beitrag Zielgruppe im Performance Marketing. - Botschaften testen
Unterschiedliche Aussagen und Bilder zeigen schnell, was bei der Zielgruppe ankommt. Hinweise dazu liefert der Beitrag Was ein gutes Werbe-Creative ausmacht. - Frequenz im Blick behalten
Menschen sollen dich wiedererkennen und sich dabei wohlfühlen. - Den nächsten Schritt vorbereiten
Wer reagiert, landet auf einer passenden Seite und wird später erneut angesprochen. Wie das gelingt, zeigt Retargeting richtig gedacht. - Am Gesamtgeschäft messen
Push-Kanäle wirken vor dem Kauf. Ihr Beitrag zeigt sich oft in anderen Kanälen, zum Beispiel in mehr Markensuchen.
Wie reportest du Push-Marketing?
Im Reporting betrachtest du Push-Kanäle in zwei Ebenen. Die erste Ebene sind Kennzahlen im Kanal selbst, die zeigen, ob die Auslieferung funktioniert.
| Ebene | Kennzahlen | Aussage |
|---|---|---|
| Auslieferung | Reichweite, Impressionen, Videoaufrufe, Frequenz | Erreichen wir die Zielgruppe und wie oft? |
| Interaktion | Klickrate, Kosten pro Besuch, Verweildauer, Interaktionen | Weckt die Botschaft Interesse? |
| Folgewirkung | Markensuchen, direkte Zugriffe, Neukundenanteil, Warenkorbrate | Wächst das Geschäft insgesamt? |
| Ertrag | Umsatz und Deckungsbeitrag im Korridor aus Plattform und Last-Click | Trägt sich der Kanal? |
Plattformen rechnen Käufe großzügig zu, ein reines Last-Click-Modell vergibt dem Push-Kanal fast nichts. Deshalb zeigst du beide Werte als Korridor und ergänzt die Folgewirkung. So entsteht ein faires Bild. Mehr zur Einordnung der Zahlen bietet der Beitrag ROAS, CPA, CPL und POAS einordnen, die technische Basis liefert das Tracking.
Wann passt Push-Marketing zu dir?
Push-Marketing passt, wenn dein Angebot erst bekannt werden muss, wenn dein Wachstum an die Grenzen der Suche stößt oder wenn du eine Marke aufbaust. Es verlangt Geduld, weil die Wirkung zeitversetzt eintritt, und gute Inhalte, weil Aufmerksamkeit erarbeitet werden muss.
Wenn dein Produkt bereits gesucht wird und dein Budget überschaubar ist, startest du meist mit Pull-Marketing und ergänzt Push später. Eine Einordnung zu Budget und Reihenfolge liefert der Beitrag Werbebudget profitabel starten.
Quellen und weiterführende Hilfe: Google Ads Hilfe zu Demand-Gen-Kampagnen · Google Ads Hilfe zu Display in Demand Gen
Häufige Fragen zu Push-Marketing
Was ist Push-Marketing einfach erklärt?
Push-Marketing liefert deine Botschaft aktiv an Menschen aus, die noch nicht nach deinem Angebot suchen. Du bestimmst Zielgruppe, Inhalt und Zeitpunkt. Typische Beispiele sind Video-Anzeigen, Social-Media-Anzeigen und E-Mail-Newsletter.
Welche Kanäle gehören zum Push-Marketing?
Dazu zählen YouTube, Demand Gen, Display, Meta, Social Media, E-Mail, Messen und Out of Home. Gemeinsam ist ihnen, dass du Menschen erreichst, bevor sie aktiv suchen.
Was ist der Unterschied zwischen Push- und Pull-Marketing?
Beim Push-Marketing gehst du auf die Zielgruppe zu. Beim Pull-Marketing kommt die Zielgruppe zu dir, meist über Suche oder Inhalte. Beide Ansätze erfüllen unterschiedliche Aufgaben im Funnel und ergänzen sich.
Wann lohnt sich Push-Marketing für einen Onlineshop?
Es lohnt sich bei neuen Produkten, beim Erschließen neuer Zielgruppen, vor saisonalen Spitzen und für die Wiederansprache von Bestandskunden.
Wie messe ich den Erfolg von Push-Marketing?
Du betrachtest Reichweite und Interaktion im Kanal sowie die Folgewirkung im Gesamtgeschäft, etwa Markensuchen und Neukunden. Den Ertrag zeigst du als Korridor aus Plattformzahl und Last-Click.
Kann ich Push-Marketing mit Google Ads umsetzen?
Ja. Google Ads liefert mit Demand Gen Anzeigen auf YouTube, in Discover, in Gmail und im Display-Netzwerk aus. Für den Kauf selbst arbeiten Suche und Shopping.
Verwandte Seiten
Finde heraus, ob Push zu deinem Shop passt
Im Erstgespräch klären wir, wo deine Zielgruppe unterwegs ist und welche Rolle Push-Kanäle in deinem Mix übernehmen können.
Das Erstgespräch dauert rund 30 Minuten. Du schilderst mir deine Lage, ich ordne sie ein und sage dir, wo ich den größten Hebel sehe.
Deine Daten bleiben bei mir.
