Break-even-ROAS Rechner mit Retouren, Versand und Zahlungskosten
Du steckst jeden Monat viel Geld in Werbung und fragst dich, ob am Ende wirklich Gewinn bleibt. Das sehe ich in Konten immer wieder. Genau dafür brauchst du diesen Break-even-ROAS Rechner. Er zeigt dir den nötigen ROAS, also deinen Umsatz pro Werbe-Euro. Ab diesem Wert kostet dich deine Werbung kein Geld mehr. Du trägst einfach deine Marge, die Retourenquote sowie Versandkosten und Zahlungskosten ein. Eine Ziel-Marge kannst du ebenfalls ergänzen. Das Tool spuckt dir den Break-even-ROAS und deinen Ziel-ROAS aus. Dazu bekommst du die maximale Kosten-Umsatz-Relation und die höchsten erlaubten Kosten je Bestellung. Alles läuft direkt in deinem Browser. Deine Eingaben werden nicht gespeichert.
Dein Break-even-ROAS Rechner für Ziel-Werte und maximale Kosten
Diese Ergebnisse helfen dir bei der Planung. Sie ersetzen aber keinen genauen Blick auf deine Buchhaltung. Fixkosten fehlen in dieser Rechnung komplett.
Wie dieser Break-even-ROAS Rechner arbeitet?
Zuerst prüft der Rechner jeden Euro Umsatz. Er zieht alle variablen Kosten ab. Was bleibt, ist dein Deckungsbeitrag je Euro Umsatz. Ich nenne diesen Wert hier d. Aus diesem d leiten wir alle anderen Zahlen ab.
Das Modell nutzt zwei Annahmen. Erste Annahme. Deine Retouren wandern zurück ins Lager und du verkaufst sie neu. Deshalb drückt die Retourenquote nur auf den Umsatz und den Deckungsbeitrag. Zweite Annahme. Der Rechner schlägt Versandkosten und Zahlungskosten auf den vollen Umsatz auf. Das ist eine sehr vorsichtige Rechnung. Bei nicht wieder verkaufbarer Ware passt das für dich vielleicht nicht. Setze deine Marge in solchen Fällen einfach etwas niedriger an.
Der Rechner nimmt an, dass du Rückläufer sofort neu verkaufst. Trifft das auf dich nicht zu, setze deine Bruttomarge niedriger an. Das schützt dich vor Verlusten.
Was drei typische Beispiele dir zeigen?
Die Werte in der Tabelle sind reine Beispiele. Sie zeigen dir die Wucht von Retouren und Kosten. Ich habe alle Zahlen genau mit der Logik des Rechners geprüft.
| Angenommene Eingaben | Beispiel 1 | Beispiel 2 | Beispiel 3 |
|---|---|---|---|
| Bruttomarge | 40 % | 35 % | 25 % |
| Retourenquote | 0 % | 20 % | 30 % |
| Versand und Zahlung | 0 % und 0 % | 5 % und 2 % | 6 % und 2,5 % |
| Ziel-Marge | 10 % | 5 % | 3 % |
| Warenkorb | 80 Euro | 100 Euro | 60 Euro |
| Deckungsbeitrag je Euro Umsatz | 40 % | 21 % | 9 % |
| Break-even-ROAS | 2,50 | 4,76 | 11,11 |
| Ziel-ROAS | 3,33 | 6,25 | 16,67 |
| Maximaler CPA | 32,00 Euro | 21,00 Euro | 5,40 Euro |
| Ziel-CPA | 24,00 Euro | 16,00 Euro | 3,60 Euro |
Das dritte Beispiel deckt eine Gefahr auf. Ein pauschaler Zielwert bricht dir schnell das Genick. Ein Shop mit vielen Retouren und hohen Nebenkosten braucht oft einen extremen ROAS. Viele Kampagnen erreichen den niemals. Dann rettet dich auch keine clevere Gebotsstrategie. Du musst dich stattdessen fragen, ob dein Produkt überhaupt für bezahlte Werbung taugt.
Was tun bei zu hohem Ziel-ROAS?
- Retourenquote senken, zum Beispiel mit besseren Produktbildern und Beschreibungen.
- Versandkosten prüfen und neu kalkulieren.
- Preise anpassen, um die Bruttomarge direkt zu verbessern.
- Kritisch prüfen, ob bezahlte Werbung für dieses Produkt lohnt.
Wo dieser Rechner an seine Grenzen stößt?
- Unterschiedliche Margen im Sortiment. Ein Mittelwert verfälscht deine Ergebnisse komplett. Rechne lieber jede Produktgruppe einzeln durch.
- Wiederkäufe und Kundenwert. Manche Shops peilen bei der ersten Bestellung bewusst nur eine Nullrunde an. Sie verdienen erst am zweiten Kauf. Dafür brauchst du eine völlig eigene Planung.
- Fixkosten. Dein Deckungsbeitrag berücksichtigt keine Fixkosten. Löhne oder Mieten fehlen in dieser Rechnung.
- Netto und Brutto. Prüfe den Wert deiner Abschlüsse in Google Ads. Die Plattform erfasst diese Werte mit oder ohne Umsatzsteuer. Nutze in deiner Rechnung immer denselben Bezug.
- Abweichende Zahlen. Dein ROAS in Google Ads, in der Analyse mit GA4 und im Shop wird immer abweichen. Das liegt an unterschiedlichen Zeitpunkten und Zählweisen. Gleiche diese Zahlen vor wichtigen Entscheidungen unbedingt ab.
Du willst aus diesen Zahlen eine echte Steuerung bauen. Wie das geht, zeige ich dir auf der Seite Auf Deckungsbeitrag steuern. Den Aufbau eines Werbekontos nach deiner Marge erkläre ich dir unter Google Ads für Onlineshops.
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Lass uns gemeinsam auf deine Margen schauen und eine profitable Struktur für dein Konto aufbauen.
„Vergiss pauschale Zielwerte aus deiner Branche. Allein dein eigener Break-even entscheidet, ob du mit bezahlter Werbung am Ende Geld verdienst oder verbrennst.“
Jakub Vanek, Senior Performance Marketer
Ich komme selbst aus dem Onlinehandel. Damals habe ich einen eigenen Möbel-Onlineshop aufgebaut. Inzwischen blicke ich auf rund 8 Jahre Erfahrung zurück. In dieser Zeit habe ich etwa 10 Millionen Euro Werbebudget bewegt. Ich weiß aus eigener Tasche, wie Retouren, Margen und Saisongeschäft deine Zahlen diktieren.
Häufige Fragen zum Break-even-ROAS Rechner
Wie berechne ich meinen Break-even-ROAS?+
Du teilst die Zahl 1 durch deinen Deckungsbeitrag je Euro Umsatz. Nehmen wir 40 Prozent Marge ohne weitere Kosten. Das ergibt einen Wert von 2,5. Retouren, Versand und Zahlungskosten drücken deinen Deckungsbeitrag nach unten. Gleichzeitig schießt dein nötiger Break-even-ROAS nach oben.
Was unterscheidet Break-even-ROAS und Ziel-ROAS?+
Dein Break-even-ROAS bezahlt exakt deine Werbekosten. Du machst keinen Verlust, aber auch keinen Gewinn. Dein Ziel-ROAS liegt immer höher. Hier bleibt nach der Werbung noch deine gewünschte Ziel-Marge übrig.
Was bedeutet die Abkürzung KUR?+
KUR steht für Kosten-Umsatz-Relation. Sie misst deine Werbekosten in Prozent vom Umsatz. Die KUR ist einfach der Kehrwert deines ROAS. Liegt dein ROAS bei 4, entspricht das einer KUR von 25 Prozent.
Was ist der maximale CPA?+
Das sind deine absoluten Werbekosten je Bestellung. Mehr darfst du nicht bezahlen, sonst machst du Verlust. Du nimmst deinen Warenkorb mal den Deckungsbeitrag je Euro Umsatz. Das Ergebnis ist dein maximaler CPA.
Welche Marge trage ich im Rechner ein?+
Du trägst deinen Rohertrag in Prozent vom Netto-Verkaufspreis ein. Rechne deinen Preis minus Wareneinsatz und teile das durch den Preis. Versandkosten, Zahlungskosten und Retouren haben im Rechner eigene Felder.
Funktioniert der Rechner auch für Anfragen?+
Das klappt nur bedingt. Bei Anfragen fehlen dir oft ein direkter Warenkorb und eine Marge pro Bestellung. Arbeite hier lieber mit einem Wert pro Anfrage. Den bestimmst du aus deiner Abschlussquote und deinem Auftragswert.
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