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Google Ads Agentur oder Freelancer? Ein fairer Vergleich mit klarer Haltung

Ein Freelancer passt, wenn dein Konto von der Erfahrung einer einzelnen Person profitiert und dein Bedarf überschaubar ist. Eine Agentur passt, wenn du mehrere Kanäle, Kreativproduktion und feste Vertretung aus einer Hand brauchst. Ich bin Freelancer und habe deshalb ein Eigeninteresse. Dieser Vergleich nennt deshalb auch die Fälle, in denen ich dir zur Agentur raten würde.

Kurz gesagt
✓Freelancer bedeutet meist Senior am Konto, kurze Wege und kein Overhead
✓Agentur bedeutet Kapazität, Vertretung und mehrere Fachleute unter einem Dach
✓Entscheidend ist weniger die Form als die Frage, wer dein Konto wirklich steuert
✓Kontoeigentum, Zahlungsweg und Kündigungsfrist prüfst du bei beiden Modellen zuerst

Was unterscheidet eine Agentur von einem Freelancer bei Google Ads?

Der wichtigste Unterschied ist nicht der Preis, sondern wer die Arbeit an deinem Konto macht. Bei einem Freelancer ist das in der Regel die Person, die du im Gespräch kennengelernt hast. Bei einer Agentur verkauft oft ein erfahrener Berater das Projekt, und die tägliche Arbeit übernimmt jemand aus dem Team. Das kann gut funktionieren, muss aber vorher geklärt sein.

KriteriumFreelancerAgentur
Wer arbeitet am KontoMeist eine erfahrene Person, die auch das Gespräch führtEin Team, oft mit Beratung, Account-Management und Umsetzung getrennt
KapazitätBegrenzt durch eine Person, dafür bewusst wenige Mandate möglichSkalierbar, auch bei vielen Kanälen und kurzen Fristen
Vertretung bei AusfallMuss ausdrücklich geregelt werdenIm Normalfall organisiert
KreativproduktionMeist über Partner oder dein eigenes TeamHäufig im Haus (Video, Grafik, Texte)
KommunikationDirekter Draht, kurze EntscheidungswegeFeste Ansprechpartner, mehr Abstimmungsstufen
SpezialisierungTief in wenigen Themen, dafür wenig BreiteBreit aufgestellt, Spezialisten je Kanal
Typische SchwächeAbhängigkeit von einer PersonJunior am Konto, Overhead in der Abrechnung

Beide Modelle gibt es in gut und in schlecht. Es gibt Freelancer, die nur Anzeigen schalten, ohne das System dahinter zu verstehen, und Agenturen, die ihre besten Leute im Vertrieb einsetzen und die Konten an Berufseinsteiger geben. Die Form sagt wenig über die Qualität.

Wann passt ein Freelancer besser?

Ein Freelancer ist die bessere Wahl, wenn du Erfahrung am Konto suchst und keine große Organisation darum herum brauchst. Das gilt vor allem in diesen Lagen.

✓Du hast ein Konto mit Search, Shopping oder Performance Max und willst, dass jemand Senior-Niveau direkt dort arbeitet.
✓Du schätzt kurze Wege und willst Entscheidungen im Gespräch treffen, nicht über drei Abstimmungsstufen.
✓Du willst, dass jemand Messung, Konto und Auswertung zusammen denkt und dir klar sagt, was sich rechnet.
✓Dein Bedarf ist ein Kanal oder zwei eng verwandte Kanäle, und Kreativmaterial liefert ihr selbst oder ein Partner.

Bei mir kommt dazu, dass ich bewusst wenige Mandate annehme. Weniger Kunden bedeuten mehr Aufmerksamkeit pro Konto. Das ist kein Marketing-Satz, sondern die Folge davon, dass ich allein arbeite.

Wann ist eine Agentur die bessere Wahl?

Eine Agentur ist die bessere Wahl, sobald deine Anforderungen die Kapazität einer Person übersteigen. Dann würde ich dir selbst zur Agentur raten.

✓Du brauchst viele Kanäle gleichzeitig, zum Beispiel Google, Meta, Amazon, Programmatic und Video, mit eigener Kreativproduktion.
✓Du hast ein sehr großes Konto mit vielen Märkten oder Sprachen, das laufend mehrere Hände braucht.
✓Du brauchst garantierte Verfügbarkeit mit fester Vertretung, etwa wegen sehr enger Fristen oder interner Vorgaben.
✓Dein Unternehmen verlangt aus Compliance-Gründen einen größeren Dienstleister mit festen Prozessen und Zertifizierungen.

Auch das ist eine legitime Entscheidung. Wichtig ist, dass du dann nach der Besetzung fragst. Wer sitzt tatsächlich am Konto, und wie viele Konten betreut diese Person?

Was kostet eine Agentur im Vergleich zu einem Freelancer?

Weder Agentur noch Freelancer haben einen Einheitspreis. Wichtiger als die Höhe ist das Abrechnungsmodell, denn es bestimmt, woran sich die Betreuung orientiert. Konkrete Preise nenne ich auf dieser Seite nicht.

ModellSo funktioniert esWorauf du achten solltest
StundenabrechnungDu zahlst die tatsächliche Arbeitszeit, ideal mit monatlichem ZeitberichtUmfang vorab festlegen, damit es keine Überraschungen gibt
Prozent vom WerbebudgetDas Honorar steigt mit deinen Ausgaben bei GoogleDer Anreiz geht Richtung mehr Budget, nicht Richtung mehr Gewinn
Pauschale pro MonatEin fester Betrag für einen definierten LeistungsumfangGenau lesen, was enthalten ist und wann nachberechnet wird

Ich rechne nach tatsächlicher Arbeitszeit ab, mit monatlichem Arbeitszeitbericht, und halte Honorar und Werbebudget strikt getrennt. Dein Werbebudget und mein Honorar sind zwei getrennte Dinge und werden nie vermischt.

Welche Fragen solltest du jedem Anbieter stellen?

Diese Fragen funktionieren für Agenturen und Freelancer gleichermaßen. Wer sie klar beantwortet, hat in der Regel nichts zu verstecken.

01
Wem gehört das Werbekonto, und bleibt es nach Vertragsende bei mir? Die richtige Antwort lautet, dass das Konto auf deinen Namen läuft.
02
Wer zahlt Google, ich direkt oder der Anbieter? Das Werbebudget sollte über deine eigene Zahlungsmethode laufen.
03
Wer arbeitet konkret an meinem Konto, und wie viele Konten betreut diese Person?
04
Wie wird die Messung geprüft, bevor optimiert wird? Ein seriöser Anbieter gleicht zuerst die Zahlen mit deinen echten Umsätzen ab.
05
Wie lange läuft der Vertrag, und wie kündige ich?
06
Wer vertritt bei Krankheit oder Urlaub, und wie schnell reagiert der Anbieter normalerweise?
07
Was bekomme ich im Reporting zu sehen, und kann ich selbst jederzeit ins Konto schauen?
08
Was passiert bei Vertragsende mit Daten, Zugängen und Dokumentation?

Wie ein sauberer Wechsel aussieht, wenn du bei deinem aktuellen Anbieter unzufrieden bist, beschreibe ich auf der Seite Agenturwechsel bei Google Ads.

Wie arbeite ich als Freelancer, und was ist mein Risiko für dich?

Ich arbeite allein und das ist gleichzeitig meine Stärke und meine Grenze. Du sprichst mit der Person, die deine Kampagnen baut und steuert, und bekommst keine Juniorkraft ans Konto. Dafür bin ich nicht in beliebig vielen Kanälen gleichzeitig tätig, und bei Urlaub oder Krankheit bin ich nicht ersetzbar, wie eine Person in einem Team es wäre. Deshalb baue ich Wissen bei dir im Haus auf, dokumentiere sauber und arbeite am besten mit einem festen internen Ansprechpartner zusammen, der im Urlaub oder Krankheitsfall übernehmen kann. Die Konten laufen auf deinen Zugängen, sodass du jederzeit selbst handeln kannst. Ein Team auf deiner Seite ist die beste Vertretung, die es gibt.

Meine Haltung
Die Frage lautet nicht Agentur oder Freelancer, sondern wer steuert dein Konto auf Gewinn und kann das belegen. Wenn du diese Person in einer Agentur findest, nimm die Agentur. Findest du sie in einem Freelancer, spar dir den Overhead.
✓Alle Konten laufen auf deinen Zugängen, ich arbeite über meine eigene Kennung. Du behältst jederzeit die volle Datenhoheit.
✓Mein Ansatz ist, Wissen bei dir im Haus aufzubauen, statt dich von mir abhängig zu machen.
✓Gehalten wird über Ergebnisse, nicht über lange Vertragslaufzeiten.

Wenn du wissen willst, ob wir zusammenpassen, ist der Einstieg ein Audit. Es ist ein Festpreis-Paket mit klarem Ergebnis, das dich zu nichts verpflichtet. Mehr dazu auf der Seite Google Ads Audit.

Jakub Vanek, Ads Performance
Wer hier schreibt

Jakub Vanek, Senior Performance Marketer

Ich bin seit rund 8 Jahren im Performance Marketing, habe etwa 10 Millionen Euro Werbebudget verwaltet und bin Google Certified Partner. Angefangen habe ich mit einem eigenen Möbel-E-Commerce-Shop. Ich kenne also beide Seiten, die des Händlers, der Ergebnisse braucht, und die des Dienstleisters, der sie liefern muss.

Fragen zu Agentur oder Freelancer

Ist ein Freelancer günstiger als eine Agentur?+

Oft sind die Betreuungskosten niedriger, weil kein Overhead mitbezahlt wird, aber das ist keine Regel. Vergleiche nicht den Stundensatz, sondern das Ergebnis pro investiertem Euro und das Abrechnungsmodell. Entscheidend ist, wie viel Arbeit tatsächlich an deinem Konto passiert.

Ist ein Freelancer riskanter als eine Agentur?+

Das Risiko liegt in der Abhängigkeit von einer Person. Du senkst es, indem das Konto auf deinen Namen läuft, die Dokumentation sauber ist und die Vertretung geregelt wird. Bei einer Agentur gibt es dafür das Risiko, dass das Konto an Berufseinsteiger übergeben wird.

Ab welchem Budget lohnt sich externe Betreuung?+

Das hängt weniger an der Höhe des Budgets als an der Marge und am Zeitaufwand. Ein kleines Budget mit knapper Marge ist oft in Eigenregie besser aufgehoben. Wenn jeder Fehler spürbar Geld kostet, lohnt sich eine Betreuung schnell. Mehr zur Budgetlogik findest du im Beitrag zu den Google Ads Kosten.

Wem gehört das Google-Ads-Konto bei Agentur oder Freelancer?+

Es sollte immer auf deinen Namen laufen, mit dir als Administrator. Der Anbieter arbeitet über eine eigene Kennung oder ein Verwaltungskonto darauf. Wer das Konto selbst anlegt und als Eigentümer führt, macht dich abhängig.

Kann ich später von der Agentur zum Freelancer wechseln?+

Ja, wenn du den Wechsel vorbereitest. Sichere zuerst deinen Administrator-Zugriff, klär den Zahlungsweg und plane eine Übergabe. Wie das geht, steht auf der Seite zum Agenturwechsel bei Google Ads.

Was bedeutet Google Certified Partner bei Google Ads?+

Das Abzeichen zeigt, dass Zertifizierungen und bestimmte Konto-Voraussetzungen erfüllt sind. Es sagt aber nichts über die Qualität der Betreuung an deinem Konto. Frag zusätzlich nach Referenzen und nach der Person, die tatsächlich arbeitet.

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